09.02.2016 12:56

EU-Verordnung beschneidet Alternativen zu Antibiotika

Der EU-Entwurf zu einer neuen Tierarzneimittelverordnung (COM (2014)558) soll den Gebrauch von Antibiotika bei Tieren drastisch senken.

Dies ist selbstverständlich zu begrüßen.

Bei genauer Durchsicht des Entwurfes wird jedoch deutlich, dass hier weit über das Ziel hinausgeschossen wird. Die Verordnung befasst sich nicht nur mit dem Gebrauch von Antibiotika, sondern mit Tierarzneimitteln im allgemeinen.

Hier wird nun gefordert, dass JEDES Arzneimittel, welches an einem Tier angewendet wird, für diese Tierarzt zugelassen/registriert werden muss.

Bei genauer Auslegung der Verordnung bedeutet dies, dass jedes zur Zeit registrierte homöopathische Arzneimittel, welches sogar für Säuglinge empfohlen wird, zusätzlich für jede mögliche Tierart (Hund, Katze, Pferd, Rind etc.) zugelassen werden muss und vieles nur noch über den Tierarzt erhältlich ist.

Dies kann dann auch zur Zeit noch frei verfügbare Futterzusatzstoffe, Kräuter und Futterergänzungsmittel betreffen.  D.H. den Grünlippmuschelextrakt, welcher jetzt noch günstig überall bezogen werden kann, wird es zukünftig in dieser Form nicht mehr geben und als zugelassenes Tierarzneimittel nur noch über Apotheke oder Tierarzt zu beziehen sein.

Viele alternative und naturheilkundliche Produkte werden von kleinen und innovativen Firmen betrieben, diese können sich aber die Registrierung und Zulassung ihrer Produkte für jede Tierart nicht leisten. Die Folge wird sein, dass viele Produkte einfach vom Markt verschwinden.

Anstatt durch Prophylaxe und Einsatz von naturheilkundlichen Mitteln die Notwendigkeit des Einsatzes von Antibiotika zu reduzieren, wird die Anwendung solcher Maßnahmen nicht gefördert, sondern zukünftig unterbunden bzw. stark reduziert.

Es ist ein sehr komplexes Thema, aber letztendlich sollte jeder Tierhalter frei entscheiden können, wie und womit er sein Tier behandeln möchte und dafür sorgen, dass die Vielfalt der Therapiemöglichkeiten auch in der Zukunft erhalten bleibt.

Wir bitten Sie daher darum unsere Petition mitzuzeichnen.

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_10/_28/Petition_61871.html

Sie können auch selbst Unterschriften sammeln. Die vorbereiteten Unterschriftenlisten finden Sie hier.

http://f-n-thp.de/images/unterschriftenliste-epetition.pdf

Weitere Informationen finden Sie unter:

 http://www.antibiotika-vermeiden.de/

 http://f-n-thp.de/images/flyer-petition.pdf

 http://f-n-thp.de/images/stellungnahme-atg-eu-vo-558.pdf

 

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