17.11.2014 13:10

Neuregelung des § 11 TierSchG

Seit dem 1. August 2014 gibt der §11 des Tierschutzgesetzes vor, dass „wer für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will, der Erlaubnis der zuständigen Behörde bedarf.“

Diese Neuregelung beinhaltet, dass Hundetrainer und Hundeschulen in der Bundesrepublik künftig der sogenannten Erlaubnispflicht unterliegen und ein Mindestmaß an Sachkunde nachweisen müssen. Es muss behördlich geprüft werden, ob Hundetrainer, Hundeschulbetreiber oder auch Menschen, die zukünftig in diesem Bereich arbeiten möchten, über ausreichende Sachkenntnisse und Fähigkeiten verfügen und dass jeder, der gewerbsmäßig Hunde ausbilden oder Tierhalter anleiten möchte, die entsprechende Erlaubnis durch den zuständigen Amtstierarzt oder das Veterinäramt benötigt.

Bei der Hundeerziehung geht es schließlich um mehr, als um „Grundgehorsam“. Menschen und ihre Hunde sollen zu einem guten Team zusammengeführt werden. Dies erfordert umfassende Fachkenntnisse, die es ermöglichen, jeden Hund in seiner Individualität zu beurteilen und gezielt auf Hund und Mensch einzugehen. Nur so kann man dem Besitzer Wissen weiter vermitteln und ihn dazu anleiten, seinen Hund genau kennenzulernen und optimal mit ihm zu zusammen zu lernen und zu leben.

Die Praxis sah in manchen Hundeschulen bislang leider anders aus. Überholte, fragwürdige Ausbildungsmethoden, Drill, mitunter sogar Gewalt gehörten nicht selten dazu. Jeder, der ein Führungszeugnis vorgelegt und ein Gewerbe angemeldet hatte, konnte als Hundeausbilder arbeiten. „Zertifizierungen“ und „Diplome“, mit denen sich viele Hundeschulen schmücken, waren indes nie behördlich überprüft. Dies ist nun erfreulicher Weise nicht mehr möglich. Mit dem neuen bundeseinheitlichen Sachkundenachweis - nicht zu verwechseln mit dem Sachkundenachweis nach dem Landeshundegesetz - soll der unübersichtliche Markt an Hundeschulen und Hundetrainern strukturierter und es für den Hundehalter leichter werden, qualifizierte Hundeausbilder zu finden.

Eine weitere Neuerung besteht darin, dass auch Tierschutzorganisationen und Privatpersonen, die Hunde oder Katzen aus dem Ausland nach Deutschland bringen, um sie an neue Besitzer zu vermitteln, ab dem 1. August 2014 eine Erlaubnis der zuständigen Behörde benötigen. Der so genannte „Auslandstierschutz“ wird also erlaubnispflichtig.

Mindestqualitätsstandards sind ebenso sicherzustellen, wie die Sachkunde der Verantwortlichen. Dies gilt ebenso für Tierheime und Auffangstationen. Die Erlaubnis zur Tierhaltung und -vermittlung darf nur dann erteilt werden, wenn der Antragsteller aufgrund seiner Ausbildung oder seines bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgangs mit Tieren die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt. Zu diesem erforderlichen Fachwissen gehören im Falle von Tierschutzorganisationen übrigens u.a. auch besondere Fachkenntnisse über Rechtsvorschriften, Impfungen, Infektionskrankheiten durch Viren und Bakterien sowie über Parasiten.

Wir begrüßen die neuen Rechtsvorschriften. Sie fordern ein deutliche Mehr an Kompetenz und Fachwissen von Tierausbildern und -vermittlern - zum Wohle von Mensch und Tier!

 

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FINE

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