07.02.2016 14:22

Start des Tierschutzlabels für Legehennen

 

Ab sofort finden Verbraucher das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes auch auf Eierverpackungen. Dafür haben der Verband und der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V., kurz KAT, einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Betriebe, die ihre Eier bislang unter „KAT Tierschutz geprüft“ vermarktet haben, können seit dem 1.1.2016 das zweistufige Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes führen. Die Tiere profitieren von konkreten Verbesserungen: Sie haben mehr Platz, mehr Beschäftigung und Schnäbel dürfen sowohl in der Einstiegs- als auch in der Premiumstufe nicht gestutzt werden. Eier mit dem Tierschutzlabel sind bei Globus, Hit, famila, Lidl und Edeka Südwest erhältlich.

 

„Wir sind froh mit den Legehennen die dritte Tierart ins Tierschutzlabel überführt zu haben, um auch für diese Tiere weitere konkrete Verbesserungen zu erreichen. Dabei ist zentral die Botschaft: mehr Platz, mehr Beschäftigung und vor allem: kein Schnabelkürzen. Der Verbraucher hat damit auch beim Frühstücksei nun eine weitere Kaufalternative“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

 

Friedrich-Otto Ripke, Vorsitzender des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) ergänzt: „Ich stehe mit KAT für wenige, aber gut kontrollierte Label, die einen tatsächlichen Mehrwert bieten. Diesen Mehrwert bildet der Kriterienkatalog für unsere „Tierschutz geprüft“-Eier seit 2008 ab. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Siegelflut und der langjährigen und guten Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund haben wir gemeinsam beschlossen, das „Tierschutz geprüft“-Siegel auf das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes zu übertragen. Damit gestalten wir diesen Mehrwert an Tierschutz für den Verbraucher einheitlicher und transparenter.“

 

Beispiele der Kriterien für die Legehennenhaltung innerhalb des Tierschutzlabels: Beschäftigungsmaterial in beiden Labelstufen, Schnabelstutzen ist in beiden Stufen verboten, die Besatzdichte liegt bei sieben Tieren pro Quadratmeter, in der Einstiegstufe ist zudem ein Kaltscharraum vorgeschrieben, in der Premiumstufe kommt noch Auslauf von vier Quadratmetern pro Tier hinzu.

 

Gemeinsam mit dem Bundesverband Tierschutz e.V. und dem Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V. stellten der Deutsche Tierschutzbund und KAT 2008 das Zeichen "Tierschutz geprüft" für Eier von Legehennen vor. Ziel war es, allen KAT-Mitgliedsbetrieben die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Boden- und Freilandhaltung höheren Tierschutzanforderungen anzupassen.

 


 

Bilanz und Ausblick: Tierschutzlabel entwickelt sich stetig positiv

Der Deutsche Tierschutzbund zieht eine positive Jahresbilanz für sein Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“. Im Jahr 2015 fanden neue landwirtschaftliche Betriebe, Vertriebspartner und weitere Markenlizenznehmer den Einstieg ins Tierschutzlabel. Damit stieg auch die Zahl der Verkaufsstätten, in denen Produkte mit dem Tierschutzlabel erhältlich sind. Das Angebot an Kaufalternativen für die, die nicht auf Fleisch oder tierische Produkte verzichten wollen, steigt damit ebenso stetig. Nach der aktuellen Ausweitung des Tierschutzlabels auf Legehennen sollen auch die Milchkühe in den nächsten Monaten ins System integriert werden. Zudem wertet der Verband den Labelprozess auch als politischen Erfolg, weil mit der Einführung des Labels die Debatte um Kennzeichnung und gesetzliche Haltungsvorschriften als Rahmen „katapultartig zugenommen habe“.

 

Über KAT

Der „Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V.“ (KAT) wurde 1995 gegründet. KAT ist mittlerweile die wichtigste Instanz bei der Prüfung von Eiern aus alternativer Hennenhaltung - sprich Öko-, Freiland- oder Bodenhaltung, und auch für daraus hergestellte Eiprodukte. Ziel von KAT ist eine lückenlose Kontrolle der Eier sowie die konsequente Erfassung der Warenbewegungen - vom Legebetrieb bis zum Verbraucher. So garantiert das Siegel „Kontrolliert durch KAT“, dass die Eier auch tatsächlich aus den deklarierten Haltungsformen stammen.

 

Nähere Informationen finden Sie zudem unter:

 

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