Kastration jetzt

In Deutschland fristen schätzungsweise zwei Millionen Streunerkatzen ein erbarmungswürdiges Dasein - immer auf der Suche nach Futter, ausgemergelt, schwach und krank, befallen von Flöhen und Würmern führen sie in Häuserschluchten und Hinterhöfen einen, von vielen Bürgern oftmals unbemerkten Überlebenskampf. Auch in unserer Stadt! Um ihre rasante Verbreitung und das damit verbundene Tierleid zu stoppen, fordern wir erneut eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von freilaufenden Katzen in Wuppertal.

Nach Auskunft des Deutschen Tierschutzbundes gehen viele Streunerkatzen in Deutschland qualvoll zu Grunde, verhungern oder erfrieren. Sie fallen dem Straßenverkehr zum Opfer oder werden in Wald und Flur abgeschossen. Und es kommen sogar Fälle ans Tageslicht, in denen Katzen ertränkt, erschlagen oder zu Tode gequält wurden.

„In den Jahrhunderten, in denen sie in menschlicher Obhut war, ist die Katze zum Haustier geworden. Ihr Jagdtrieb ist zwar noch vorhanden, doch die Empfindlichkeit der Sinnesorgane und die Geschicklichkeit, die für die erfolgreiche Jagd notwendig sind, haben sich im Laufe der Zeit zurückgebildet. Die Tiere sind somit auf die Pflege und Ernährung durch den Menschen angewiesen. Eine ausgesetzte Hauskatze, die allein vom Mäusefang leben soll, kann sich nicht ausreichend ernähren - und schon gar nicht ihren Nachwuchs.“ (Deutscher Tierschutzbund) Und Nachwuchs stellt sich immer wieder ein. Die Ursache allen Elends sind  nicht kastrierte Hauskatzen!

Leider lassen nur wenige Menschen ihre Katze kastrieren. So zeugen Freigänger weiter Nachwuchs mit Streunern, und die Streunerkatzen vermehren sich immer weiter. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt schon in nur vier Jahren in die Tausende!

Die einzig sinnvolle und tiergerechte Methode, das Katzenelend einzudämmen ist die Kastration. Dies ist nicht „nur“ notwendig, um unnötiges Katzenleid zu vermeiden. Es dient gleichermaßen dem Schutz von Singvögeln und auch dem des Menschen, zum Beispiel, um Infektionen zu vermeiden. Für den Tierarzt ist die Kastration ein routinemäßiger Eingriff, der unter Narkose durchgeführt wird und für die Tiere ungefährlich ist. Der Tierarzt entfernt bei der Katze die Eierstöcke und beim Kater die Hoden. Für Katze und Kater ist dieser Eingriff meist nach ein bis drei Tagen vergessen.

Damit einhergehen sollte auf jeden Fall eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht Ihrer Katze. Dies kann durch einen Mikrochip oder durch eine Tätowierung geschehen. Die Kennzeichnung mit einem Mikrochip ist ohne Narkose möglich. Dieser Transponder ist nicht größer als ein Reiskorn und wird vom Tierarzt unter die Haut des Tieres injiziert. Die Kennzeichnung ist allerdings nur dann wirklich sinnvoll, wenn die Tiere auch registriert werden. Mithilfe der Registrierung kann der Halter leichter ermittelt und eine entlaufene Katze schneller in ihr Zuhause zurückverbracht werden, so dass sich nicht zuletzt die Zahl der Fundtiere und ihre Verweildauer in den jetzt schon überbelasteten Tierheimen deutlich reduzieren wird. Und damit natürlich auch die für alle Beteiligten entstehenden Kosten.

Viele Städte und Gemeinden haben das Problem bereits erkannt und mit der Verabschiedung einer Katzenschutzverordnung (Kastrieren und Registrieren) im Sinne des Tierschutzes und zum Schutze der Bevölkerung reagiert. Die Zahl der Kastrationen von Katzen aus privater Haltung, so der Deutsche Tierschutzbund, habe daraufhin stark zugenommen. In Nordrhein-Westfalen sind es nach Angaben des Tierschutzbundes (Stand Februar 2014) bereits 70 Städte und Gemeinden, die eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht auf kommunaler Ebene eingeführt haben. Wuppertal gehört nicht dazu! Trotz zahlreicher Initiativen des Tierschutzvereins Wuppertal e.V. ist man sich hier seiner Verantwortung sowohl für die Tiere als auch für die Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt nicht bewusst.

Aber wir geben nicht auf! Wir möchten, dass das anders wird! Für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Tier, für mehr Tierschutz in unserer Stadt! Danke für Ihre Solidarität!

 

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