Europawahl für den Tierschutz - Tierschutz-Check des Deutschen Tierschutzbundes gibt Orientierung

Anlässlich der Europawahl am 9. Juni hat der Deutsche Tierschutzbund zusammengetragen, wie groß das Engagement für den Tierschutz seitens demokratischer deutscher Parteien im EU-Parlament ist. Auf der Website www.tierschutzbund.de finden Interessierte den „Tierschutz-Check“, der offenbart, welche Tierschutz-Forderungen sich in den Wahlprogrammen von CDU/CSU, Grünen, SPD, FDP, Linke, ÖDP, Freien Wählern und Tierschutzpartei finden. Da immer mehr Gesetze und Vorschriften, die den Tierschutz betreffen, von der EU erlassen oder angestoßen werden, ruft der Deutsche Tierschutzbund alle wahlberechtigten Personen dazu auf, zur Wahl zu gehen und für die Tiere zu stimmen.

„Die Millionen Tiere in der EU sind auf jedes einzelne neue Mitglied des EU-Parlaments und der EU-Kommission angewiesen, das sich für mehr Tierschutz einsetzt. Da Deutschland die meisten EU-Abgeordneten stellt, haben die deutschen Wahlberechtigten die große Chance, Einfluss darauf zu nehmen, wie man in Europa zukünftig mit Tieren umgeht“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Zwar spiele der Tierschutz in den meisten Wahlprogrammen der großen Parteien keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Andere hätten sich aber zumindest einige wichtige Tierschutzaspekte auf die politische Agenda gesetzt. „Die Entscheidung, ob man von den Wahlprogrammen der Parteien überzeugt ist, können und wollen wir niemandem abnehmen. Klar ist aber, dass eine Stärkung der extremen Ränder sich negativ auf den Klima-, Natur- und Tierschutz auswirken würde“, so Schröder.

Mit Blick auf die europäische Tierschutzpolitik fordert der Deutsche Tierschutzbund unter anderem die zeitnahe Abschaffung aller tierquälerischen Haltungssysteme in der Landwirtschaft, wie der Käfighaltung, des Kastenstands und der Anbindehaltung, sowie ein EU-weites Verbot des Kükentötens. Der vorliegende Entwurf zur EU-Tiertransportverordnung müsse nach der Wahl konsequent vorangetrieben sowie verschärft werden, sodass etwa Lebendtiertransporte in Drittländer verboten würden. Der ebenfalls bereits vorliegende Gesetzentwurf zu Haltung und Handel von Katzen und Hunden müsse weiter bearbeitet und verbessert werden und eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen beinhalten. Auch brauche es ein Verkaufsverbot von lebenden Tieren über das Internet und Einschränkungen für Handel und Haltung von Wildtieren, so der Tierschutzbund. Eine EU-weite Strategie zum schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen gehört ebenso zu den Kernforderungen des Verbandes wie ein EU-weites Pelzfarm-Verbot.

Den Tierschutz-Check und weitere Informationen zur EU-Wahl finden Interessierte auf der Website des Deutschen Tierschutzbundes unter www.tierschutzbund.de/tiere-themen/europawahl-2024.